Dez
11
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9. Eine Treppe schalen - Teil2,
Allgemein
Nachdem das Treppenauge für die Treppenschalung erstellt worden ist, müssen wir die Treppe im Maßstab 1:1 auf die Schaltafeln des Treppenauges aufzeichnen. Auf der Seite “Eine Treppenschalung – Fortsetzung” haben wir bereits Schaltafeln auf die Kanthölzer des Treppenauges aufgenagelt. Die Treppe wurde ebenfalls auf diese Schaltafeln aufgezeichnet. Im nächsten Schritt, wird eine Baudiele am Anfang der Treppenschalung auf den Betonboden des Kellergeschosses positioniert, wie im Bild 1 dargestellt.

BILD 1 BILD 2 BILD 3
Im Bild 2 sehen wir die Abstützung der Treppenaugeschalung gegen die Wand des Treppenhauses im Fußbereich. Dies soll verhindern, das die Treppenschalung bei den Schalarbeiten nach innen rutschen kann. Auf der anderen Seite der Schalung (Bild 3) werden die Kanthölzer mit kleinen Brettern und Stahlnägeln auf den Boden des Kellergeschosses fixiert. Nachdem dies geschehen ist und wir uns sicher sein können, dass die Treppenaugeschalung nicht mehr verrutschen kann, müssen wir die Baudielen des Treppenlaufes an die Treppenhauswand befestigen. Das sollte im Allgemeinen mit Dübeln und Schrauben geschehen. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass die Treppenhauswand nicht als Sichtbetonwand ausgeführt ist. Falls das der Fall sein sollte, müssen wir die Baudiele mit Brettern gegen die Treppenschalung abstützen. Jetzt sollten wir auf den ersten Diele zurückkehren, welches auf den Boden aufgestellt wird (Bild 4).

BILD 4 BILD 5
Im Bid 4 sehen wir den Abstand zwischen der Baudiele auf dem Boden und der Baudiele welcher an der Treppenhauswand befestigt ist. Die angegebenen Maße beziehen sich nur auf diesen speziellen Fall. Diese Maße sind von verschiedenen Faktoren abhängig. Hierzu zählt Steigungsverhältnis der Treppe ebenso wie die Stockwerkhöhe des Bauobjektes. In Bild 5 sehen wir die erste befestigte Diele an der Treppenhauswand.

BILD6 und BILD 7
Nachdem die erste Diele am Anfang des Treppenlaufes an der Wand befestigt wurde, wird jetzt die zweite Diele an der Längsseite der Treppenhauswand befestigt. Hierbei gehen wir genauso vor wie bei der ersten Diele am Anfang des Treppenlaufes. Durch die Länge der Baudiele, sollten wir jeweils am Anfang und am Ende der Baudiele eine Dachlatte vom Betonboden auf die Baudiele mit Stichnägeln aufbringen, damit wir Sie nicht heben müssen und die Löcher für die Schrauben gebohrt werden können. Im Bild 6 können wir die Situation sehen, allerdings ohne die Dachlatten. Im oberen Bereich des Treppenlaufes der Treppenschalung müssen wir die Baudiele auffüttern, da hier der Treppenlauf einen Bogen beschreibt. Dies kommt durch die Drehung der Treppe zustande. Die Auffütterung des Baudieles der Treppenlaufschalung können wir mit Dachlatten oder schmale Dielstücke erreichen. Diese werden anschließend mit einem Stichnagel an der Baudiele befestigt.
Im Bild 7 sehen wir die letzte Baudiele welche an der Treppenhauswand befestigt werden muss. Wir verfahren hier genauso wie bei der vorherigen Baudiele.
Für weiterführende Informationen besuchen Sie bitte die Webseite http://www.haus-selbstgebaut.de/ .
Dez
09
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5. Ein Haus selber bauen und umbauen (Rohbau),
Allgemein Wenn man vor hat ein Haus selber zu bauen, und hierbei verstehe ich auch die Umbauarbeiten, Schalung von Treppen, Unterzüge selber schalen usw., muss der Bauherr eine Aufmerksamkeit in erster Linie, bevor überhaupt ein Stein bewegt worden wäre, auf die Tragwerkskonstruktion des Hauses legen. Bei Umbauarbeiten an vorhandenen Gebäuden, wenn man das Haus selber umbauen möchte umso mehr, denn hier sind die Fehlerquellen manchmal sehr versteckt und nicht eindeutig zu erkennen. Dies beginnt beim Betonfundament, geht über die Betonplatte oder Holzbalkendecke des Erdgeschosses bis zu dem Punkt, wo der Hausherr seine eigene Treppe bauen bzw. schalen möchte. Die tragende Konstruktion muss bei jeder Baumaßnahme aufmerksam betrachtet und analysiert werden. Besonders schwierig gestaltet sich die Analyse einer Umbauarbeit eines Hauses dann, wenn tragende Hauswände nicht eindeutig zu identifizieren sind.
Hierbei müssen vorhandener Putz solange abgeschlagen werden, bis sich die Tragwerkskonstruktion erkennen lässt. Für Abbrucharbeiten gilt als Grundregel: zuerst muss der Verlauf des Kamins des Gebäudes klar zu erkennen sein. Dies geht am besten von oben, also von Speicher aus. Hierbei wird der Verlauf des Kamins bis zum Kellergeschoss verfolgt und auf einer kleinen Skizze festgehalten. Ebenso verhält es sich mit Wohnungswänden. Hier werden die Wände in Tragwände und einfache Trennwände eingeteilt. Feste Regeln gibt es hierbei leider nicht, da früher bei Wohnungstrennwänden zum Teil auch 12 cm starke Wände als tragende Elemente ausgebildet wurden. Die tragenden Holzbalken einer Holzbalkendecke wurden auf diesen Wänden gestoßen. Beim Haus selber bauen bedeutet dies für den Bauherren, dass vor Abbrucharbeiten die Wand zu begutachten ist. Das wird unter anderem dadurch erreicht, indem im nächsten Geschoss kontrolliert wird, ob sich eine Wand auf der abzubrechenden Wand befindet. Es sollte auch kontrolliert werden, ob sich Balken auf der abzubrechenden Wand stoßen. Um dies festzustellen, wird der Stoß zwischen der aufgehenden Wand und der Decke, mit einem Hammer, aufgeschlagen. Wenn sich die Balken in diesem Punkt nicht stoßen bedeutet dies aber noch nicht, das es sich hierbei um eine reine Trennwand handelt. Ausschlaggebend ist immer die Situation oberhalb dieser Wand.
Bei Abbrucharbeiten beim Hausumbau, wenn man ein Haus selber bauen will, ist in jedem Fall eine ausreichende Abstützungsmaßnahme vorzusehen. Dies beginnt im Kellergeschoss und zieht sich bis zu dem Geschoss, indem die Wand verändert werden muss. Bei Holzbalkendecken muss sowohl auf den Boden wie auch direkt unter den tragenden Holzbalken der Geschossdecke ein Kantholz oder eine Stahlschiene mit Stahlsprießen fixiert werden. Hier sollte noch erwähnt werden, dass diese Stützkonstruktion gegen umkippen zu sichern ist.
Bei tragenden Hausinnenwänden muss diese Stützkonstruktion jeweils links und auch rechts von der abzubrechenden Wand erstellt werden. Anschließend wird mit kurzen Kanthölzern eine Verbindung zwischen diesen Stützkonstruktionen hergestellt. Auf diesen kurzen Kanthölzern wird das Gewicht der oberen Wand abgefangen. Ein wichtiger Hinweis wäre beim Hausumbau noch zu bemerken. Die Qualität des Betons aus früherer Zeit, ist in den wenigsten Fällen mit der heutigen Betonqualität zu vergleichen. Das bedeutet folgendes: die Belastbarkeit des Betons ist bei weitem nicht so hoch wie es heutzutage die Regel ist.
Hohe Belastungen durch verschiedene Abfangungsmaßnahmen beim ” www.haus-selbstgebaut.de“ oder Umbauen kann man diesen Betonen nicht zumuten. Eine 16cm dicke Betondecke heutzutage ist, unter verschiedenen statischen Gesichtspunkten betrachtet, um das Doppelte oder dreifache belastungsfähiger. Durch diverse und natürlich verständliche Sparmaßnahmen standen in den fünfziger Jahren den Leuten Bindemittel wie z.B. Zement nur eingeschränkt zur Verfügung. Dies machte sich auch in der Leistungsfähigkeit des Betons bemerkbar. Natürlich lässt sich dieses auch wieder nicht verallgemeinern. Um bösen Überraschungen vorzubeugen, müssen vor massiven Eingriffen in die Konstruktion diese wie am Anfang erwähnt genauestens überprüft werden.

Besondere Vorsicht sollte man auch bei der Veränderung von Gewölbekellern walten lassen. Hierbei ist das Gefüge auf keinen Fall zu verletzten. Ganz besonders gilt dieses bei gemauerten Gewölbekellern. Bei Verletzung des Mauerverbandes im Gewölbebereich droht Einsturzgefahr. Bei Änderungen an der Konstruktion von Gewölben, sollte auf jeden Fall ein Fachmann zu Rate gezogen werden.
Um einen Einblick in die Ausführung diverse Schalungs-, Armierungs- und Rohbauarbeiten in Eigenleistung zu bekommen, besuchen Sie bitte die Webseite „www.haus-selbstgebaut.de“. Hier erhalten Sie eine Lektüre, die für Bauherren konzipiert wurde welche Ihr Haus selber bauen und ihre Eigenleistung in die Rohbauarbeiten einfließen lassen möchten.