6. Vermeidung von Bauschäden am Rohbau eines Hauses
Vermeidung von Bauschäden am Rohbau
Auf dieser Seite wollen wir auf die Vermeidung von Bauschäden beim Rohbau eines Hauses eingehen. Bauschäden müssen unterteilt werden in verschiedenen Kategorien. Ein Bauschaden das über Jahrzehnte entstanden ist kann mit einem Schaden an einem Neubau nicht verglichen werden. Bauschäden an neuen Gebäuden sind meistens auf unfachmänische Ausführung zurückzuführen. Bei alten Gebäuden allerdings sieht die Sachlage anders aus. Hier haben die Jahrzehnte ihre Spuren hinterlassen und andere Ansprüche im Bereich der Bauausführungen zu diesen Schäden geführt. Die Technologie im Bereich der Bauwerks- abdichtung und des Wärmeschutzes waren (zum Teil) noch nicht so weit fortgeschritten wie in der heutigen Zeit. Kelleraußenwände aus Sandstein sind äußerst anfällig auf Feuchtigkeit. Diese saugen sich regelrecht über die Jahrzehnte mit Wasser voll und verursachen nach entsprechender Sättigung diverse Bauschäden. Einen weiteren Bauschaden verursachen Betonaußenwände im Bodenbereich die nicht aus Wasserundurchlässigem Beton hergestellt wurden. Die Mischungsverhältnisse von Kies, Sand und Zement dieser Betonaußenwände, entsprachen ebenfalls nicht dem heutigem Standart. Aus diesem Grund kann man hierbei ebenfalls Ausblühungen bei erdberührenden Bauteilen vorfinden. Waagrechte Isolierungen gegen aufsteigende Feuchtigkeit wurden zu Teil ebenfalls nur spärlich hergestellt.

Ein weiterer Schadenspunkt bei älteren Gebäuden ist im Bereich der Entwässerungsleitungen, sowohl im Gebäude als auch außerhalb zu suchen. Fallleitungen aus Gußeisen verwittern mit der Zeit durch agressivem chemischem Angriff. Bei Grundleitungen aus Steinzeug oder Ton bilden Setzungen der umgebenen Erde, in dem die Rohre über Jahrzehnte eingebettet sind und die Verbindungspunkte der einzelnen Rohre den Schwachpunkt. Die Rohrmuffen, also die Verbindungsstellen der Rohre, wurden mit Teerstricken abgedichtet. Diese werden mit der Zeit starr und lassen keine Bewegung der Verbindungsstellen zu. Sollte jetzt, aus irgendeinem Grund, die Leitung in Bewegung kommen, können diese Verbindungen nicht flexibel reagieren und, im schlechtesten Fall, brechen Sie. In dieser Situation tritt Wasser aus der Bruchstelle und unterspült die Leitung oder sucht sich den einfachsten Weg, welcher meisten zum Haus führt. Dieser Bauschaden ist in erster Linie von der Bodenbeschaffenheit und den Bodenschichten abhängig.
Des Weiteren können bei älteren Häusern Bauschäden durch unsachgemäße Verlegung der Grundleitungen entstehen. Die Umpolsterung der Grundleitungen mit feiem Sand wurde früher vernachlässigt und die Grundleitungen wurden einfach auf dem harten (meistens mit Bauschutt) durchsetztem Boden verlegt. Der Bauschaden tritt erst nach Jahren auf.






