6.6 Ist Laminatverlegen nur etwas für Profis?
Ist Laminatverlegen nur etwas für Profis? (Gastbeitrag)
Ist Laminat verlegen nur etwas für Profis?
Laminat und Parkett sind aus Wohnräumen nicht mehr wegzudenken, sorgen sie doch für eine behagliche Wohnatmosphäre. Einen Fachmann braucht es hierfür nicht unbedingt, wenn man sein Haus renovieren möchte. Mit handwerklichem Geschick ist es möglich, Laminat in Eigenleistung zu verlegen. Es gibt zwei Verlegetechniken: schwimmend oder voll verklebt. Vor allem für Laminat wird meist die schwimmende Verlegetechnik bevorzugt. Hier erfolgt die Verklebung der einzelnen Dielen nur in Feder und Nut. Noch einfacher gelingt die Eigenleistung mit dem Klicksystem.
Für die Laminatverlegung ist gute Vorbereitung besonders wichtig. Dazu gehört zunächst das exakte Ausmessen des Raumes. Für den anfallenden Verschnitt müssen fünf bis zehn Prozent Materialzuschlag einkalkuliert werden. Bevor das Laminat verarbeitet wird, sollte es noch 48 Stunden ruhen, um sich im Verlegeraum zu akklimatisieren. Bevor mit der Arbeit begonnen wird, werden alle benötigten Werkzeuge griffbereit gelegt. Dazu gehören Hammer und Schlagholz, Zugeisen, Säge, Distanzkeile, ein feuchter Lappen, ein Kunststoffspatel und einen Bleistift.
Wichtigste Regel für die Verlegung: Alle Untergründe müssen trocken, sauber, eben und tragfähig sein. Unebenheiten (über zwei Millimeter) werden mit Fließspachtel ausgeglichen. Schutz vor Feuchtigkeit bietet Polyethylenfolie mit einer Stärke von ungefähr 0,2 Millimeter. Direkt über die Folie wird die Trittschalldämmung gelegt. Hierfür können Rippenpappen, Rollenkork, Weichfaserplatten oder auch Schaumfolien verwendet werden. Sind die Basisarbeiten abgeschlossen, wird mit der Verlegung des Laminats begonnen.
Die erste Diele wird mit der Nut an die Wand gelegt und mit Distanzkeilen auf einen Abstand von ungefähr zehn Millimeter gehalten. Dann werden alle weiteren Dielen aneinander gefügt. Die letzte Diele wird markiert und abgesägt. Sind drei Reihen trocken verlegt worden, wird der Fugenleim aufgetragen. Die Dielen werden mit Hammer und Schlagholz angeklopft. Der austretende Leim wird mit dem Kunststoffspatel aufgenommen. Leimreste werden mit einem feuchten Tuch entfernt. Die jeweiligen Endstücke werden mit dem Zugeisen fixiert.
Nach der vom Hersteller vorgegebenen Trockenzeit wird die Verlegung fortgesetzt, bis der ganze Raum mit Laminat ausgelegt ist. Zum Schluss muss noch überstehende Folie abgeschnitten werden, bevor die erfolgreiche Verlegung in Eigenleistung mit dem Entfernen der Distanzkeile und dem Befestigen der Fußleisten erfolgreich abgeschlossen werden kann.




