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Welche Steine für die Außenwände eines Hauses verwenden?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Es gibt keine universelle Antwort auf die Frage welche Steine für die Außenwände eines Hauses verwendet werden können. Hierbei spielen viele zusammenhängende Faktoren eine Rolle. Jeder Anbieter von Außenwand Konstruktionen eines Hauses oder Rohbaus wird sein Produkt als das Beste darstellen. Im Kern dieser Frage kann man heutzutage sagen, dass die Baumateralien vom Prinzip her mit früheren Baustoffen zu vergleichen sind, allerdings die Zusammensetzung hat sich etwas geändert.

Tonziegel

Durch diverse neue Wärme- und Klimaschutz Gesetze waren die Anbieter von Baustoffen und Steinen für die Außenwände von Wohnhäusern angehalten Materialien für Außenwände aufzubereiten oder weiterzuentwickeln. Als erstes sind die Anbieter von “Lochziegeln” (auch als Mauerziegel bekannt) für die Weiterentwicklung von so- genannten “einschaligen Mauerwerks” zu nennen. Diese Form von Mauerwerk ist in der Herstellung von Einfamilienhäusern und anderen Bauwerken seit Jahrzehnten mit Erfolg anzutreffen. Einschalig bedeutet, dass es keine weitere Dämmungsmateralien bedarf um benötigte Wärmeschutzverordungen einzuhalten und die Außenwand nur aus einer Reihe Lochziegeln besteht. Hierbei kommt es natürlich auf die “Dicke” der Außenwand an.

Diese Ziegel (z.B. Poroton)bestehen aus Ton und verschieden mineralischen Stoffen, Ziegel und Perlite die ohne chemische Zusätze hergestellt werden. Die Wärmedämmungseigenschaften dieser Steine (Ziegel) hängt mitunter durch die geometrische Anordnung der Kammern (Löchern) in den Ziegeln und die Porosierungsstoffe (wie gemahlene Sägespäne) zusammen. Wandstärken ab 36,5 cm (30 cm mit Kammerfüllung) sind in Einschaligen Bauweise sowohl ökologisch wie auch ökonomisch vertretbar. Hierbei werden auf die Außen- und die Innenseite der Außenwand einfach ein Putz aufgetragen das anschließend die Außenwand des Gebäudes bildet. Die wärme-, brand-und schallschutz Eigenschaften dieses Baustoffes sind ebenfalls hervorragend außerdem ist das Material sehr atmungsaktiv. Die Verarbeitung erfolg mit Dünnbettmörtel oder Mauermörtel (Dämmmörtel!).

Kalksandsteine

Als zweites wären da die Kalksandsteine zu nennen. Kalksandsteine sind Mauersteine die aus Kalk und kieselsäurehaltige Zuschläge (Sand) gefertigt werden. Die Formgebung der Steine für z.B. ein Außenmauerwerk wird mit Druck erreicht. Kalksandsteine haben (je nach Fertigung) eine sehr hohe Druckbelastung und werden aus diesem Grund oft für schlanke (dünne z.B. 17,5 cm breite Außenwände) Konstruktionen (Außenwände eines Hauses) genommen. Die Versetzung erfolgt in einem Dünnbettmörtel oder in Mauermörtel. Diese Steinsorte eignet sich ebenfalls für ein so genanntes “Zweischaliges Mauerwerk”.

Bild Zweischaliges Mauerwerk

Zweischaliges Mauerwerk2

Als drittes wäre da noch der Baustoff Beton als Außenwand Material beim Hausbau zu nennen. Die Formgebung von Beton ist beinahe unerschöpflich und für massive Kellerbauten und Außenwände (sowohl unterhalb als auch überhalb der Erde) ist dieser Baustoff nicht mehr wegzudenken. Außer den hier genannten Baustoffen existieren noch weitere Materialien für die Herstellung von Außenwänden für Wohnhäuser und Gebäude. Für weitere Informationen rund um das Thema Haus selber Bauen, Eigenleistung im Hausbau und Baumaterialien für Hausbau besuchen Sie bitte die Seite : www.haus-selbstgebaut.de. Hier wird in einem eBook ein kompletter Rohbau dargestellt und erklärt.





2 Kommentare zu „Welche Steine für die Außenwände eines Hauses verwenden?“

  • Gibt es da bestimmte Richtwerte, wie dick die Wände mindestens sein müssen, um KfW 70 zu erreichen? Eignet sich da Poroton für?

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  • admin:

    Hallo,

    diese Frage kann so einfach nicht beantwortet werden. Hierzu müssen die Richtlinien der neuen “Energieeinsparverordnung” (EnEv) ,die seit dem 01.02.2002 in kraft getreten sind, beachtet werden. Dieses Gesetz beinhaltet die Verwendung von unterschiedlichen Kriterien für den winterlichen Wärmeschutz. Die Berechnung erfolgt von Statikern und Architekten (oder Energieberatern) bei der Berchnung des Wärmeverlustes eines Hauses (hierzu zählt auch das Blower-Door-Verfahren= Differenzdruckverfahren).
    Die stärke der Außenwände hängt mit dem Wärmeverlust eines Gebäudes zusammen (Altbau oder Neubau) und wird in Zusammenhang mit der Dachfläche und den Fenstern ermittelt. Bitte auch DIN 4108 beachten. Für genaue Berechnungen müssen Architekten und Statiker konsultiert werden.
    Die Antwort ist etwas kompliziert, kann allerdings leider nicht einfacher beantwortet werden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Tamas Banrevy

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